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Dips gehören zu den effektivsten Übungen für den Oberkörper. Manche nennen sie sogar die Kniebeuge für den Oberkörper, da sie eine enorme Kraftentwicklung ermöglichen. Doch Dip ist nicht gleich Dip. Je nach Neigungswinkel und Ellenbogenposition ändert sich die Belastung der Muskulatur drastisch. Viele Athleten verschenken Potenzial oder riskieren Verletzungen, weil sie den feinen Unterschied zwischen der Variante für die Brust und der für den Trizeps nicht kennen. In diesem Guide gehen wir in die Tiefe und zeigen dir die exakte Technik für maximale Erfolge.


Warum Dips in keinem Trainingsplan fehlen dürfen

Bevor wir die Technik analysieren, schauen wir auf den Nutzen. Dips sind eine komplexe Verbundübung. Das bedeutet, dass mehrere Gelenke und Muskelgruppen gleichzeitig arbeiten. Primär trainierst du den großen Brustmuskel, den vorderen Schultermuskel und den Trizeps. Zusätzlich muss deine Rumpfmuskulatur Schwerstarbeit leisten, um den Körper in der Schwebe zu stabilisieren. Diese Stabilisierungsarbeit macht das Dip-Barren Training so wertvoll für einen athletischen Körper.

Damit du diese Übung sicher und effektiv ausführen kannst, benötigst du eine stabile Basis. Wackeliges Equipment ist hier fehl am Platz und erhöht das Verletzungsrisiko. Ein massiver Dip-Barren oder eine Klimmzugstange mit Dip-Funktion von K-Sport bietet dir genau die Sicherheit, die du für schwere Sätze brauchst.


Variante 1: Den Trizeps isolieren

Willst du massive Arme, ist diese Variante der Schlüssel. Der Trizeps macht zwei Drittel des Armumfangs aus. Dips sind hierfür oft effektiver als einfaches Kabeldrücken.

So führst du den Trizeps-Dip korrekt aus:

  • Die Ausgangsposition: Stütze dich im neutralen Griff auf die Holme deines Dip-Barrens. Deine Arme sind fast gestreckt, aber die Ellenbogen bleiben minimal gebeugt, um die Gelenke zu schonen.
  • Die Körperhaltung: Bleibe so aufrecht wie möglich. Dein Blick geht geradeaus. Deine Beine hängen locker nach unten oder sind leicht nach hinten angewinkelt. Wichtig ist, dass dein Oberkörper senkrecht zum Boden bleibt.
  • Die Bewegung: Senke deinen Körper kontrolliert ab. Deine Ellenbogen zeigen dabei strikt nach hinten und bleiben eng am Körper. Du solltest nicht zulassen, dass sie zur Seite ausbrechen.
  • Der Umkehrpunkt: Gehe so tief, bis Oberarm und Unterarm einen Winkel von etwa 90 Grad bilden. Drücke dich anschließend aus der Kraft des Trizeps wieder dynamisch nach oben in die Ausgangsposition.

Diese aufrechte Haltung nimmt die Brustmuskulatur weitgehend aus der Bewegung heraus und hilft dir dabei, den Trizeps zu isolieren.


Variante 2: Fokus auf die Brust

Viele Athleten nutzen Dips als Hauptübung für das Brusttraining zuhause. Um den Fokus von den Armen auf die Brust zu verlagern, musst du die Biomechanik der Übung verändern. Wir sprechen hier oft von sogenannten Gironda Dips oder vorgebeugten Dips.

So triffst du die Brust optimal:

  • Der Winkel: Im Gegensatz zur Trizeps-Variante lehnst du deinen Oberkörper deutlich nach vorne. Je weiter du dich vorlehnst, desto mehr Last übernimmt die Brustmuskulatur.
  • Die Beine: Um das Gleichgewicht zu halten, führst du deine Beine tendenziell eher nach vorne oder winkelst sie stark nach hinten an, während der Oberkörper nach vorne kippt. Eine leichte "C-Form" des Körpers ist hier gewollt.
  • Die Ellenbogen: Hier liegt der größte Unterschied. Deine Ellenbogen dürfen leicht nach außen wandern. Sie sollten nicht eng am Körper anliegen, sondern sich in einem Winkel von etwa 45 Grad vom Körper abspreizen. Das sorgt für eine starke Dehnung in der Brust am untersten Punkt.
  • Die Tiefe: Nutze den vollen Bewegungsradius für eine maximale Dehnung der Brustfasern. Achte jedoch genau darauf, dass deine Schultermobilität dies auch zulässt.

Mit einem stabilen Wand-Dip-Barren oder einer freistehenden Kraftstation von K-Sport kannst du diesen Winkel sicher einnehmen, ohne Angst vor dem Kippen des Geräts haben zu müssen.


Häufige Fehler und wie du sie vermeidest

Auch bei bester Ausrüstung scheitern viele an der Technik. Für Dips richtige Ausführung zu garantieren, solltest du folgende Fehlerquellen eliminieren.

  1. Die Schultern hochziehen: Viele lassen in der untersten Position den Kopf zwischen die Schultern sinken. Drücke deine Schultern aktiv nach unten und halte sie dort während der gesamten Bewegung. Dein Nacken muss lang bleiben.
  2. Zu viel Schwung: Dips sind keine Übung für Hektik. Wer mit den Beinen Schwung holt oder wippt, fälscht ab. Die Bewegung muss langsam und kontrolliert erfolgen.
  3. Unvollständige Bewegung: Halbe Wiederholungen bringen nur halbe Ergebnisse. Gehe tief genug runter und drücke dich ganz nach oben. Nur so reizt du die Muskulatur über die volle Länge.
  4. Schmerzen ignorieren: Ein Ziehen im Brustbein ist bei Anfängern nicht ungewöhnlich, sollte aber beobachtet werden. Stechende Schmerzen in der Schulter sind jedoch ein Warnsignal. Überprüfe in diesem Fall sofort deine Technik oder reduziere den Bewegungsradius, bis du beweglicher bist.

Fazit: Technik schlägt Gewicht

Ob du nun massive Arme willst oder eine breite Brust aufbauen möchtest, hängt allein von deiner Körperhaltung ab. Der Dip ist ein vielseitiges Werkzeug in deinem Trainingsarsenal. Der Wechsel zwischen der aufrechten und der vorgebeugten Variante kann neue Wachstumsreize setzen und Plateaus überwinden.

Achte stets auf eine saubere Ausführung und investiere in Equipment, dem du vertrauen kannst. Bei K-Sport findest du professionelle Dip-Stationen und Zubehör, die genau für diese hohen Belastungen konzipiert wurden. So steht deinem Fortschritt nichts mehr im Weg.